Restauratorische Befunduntersuchungen

Bei einer restauratorischen Befunduntersuchung ist es das Ziel, in einem Gebäude historische Farbschichten und Gestaltungen freizulegen und zu dokumentieren. 

Denn eine farbige Fassung und teilweise aufwändige Dekorationsmalerei gehörten noch vor einigen Jahrzehnten zum Standard bei Wohngebäuden.

 

Neben einer Wandgestaltung aus der Erbauungszeit finden sich häufig noch weitere Farbfassungen aus den nachfolgenden Jahrzehnten - in der Regel wurde einfach die vorhandene alte Wandgestaltung übertüncht. Dabei gilt die Faustregel, daß ungefähr alle 10-15 Jahre ein Haus neu dekoriert wurde. Bei frühgründerzeitlichen Häusern können also auch schon einmal sechs gestaltete Wandfassungen übereinander liegen.

 

Diese freizulegen, voneinander zu trennen und zuzuordnen und zu dokumentieren ist Aufgabe eines Restaurators. Aufgrund der häufig schlechten Bauzustände ist dies eine zeitaufwände und schlecht zu kalkulierende Arbeit. In der Regel ist von 3-5 Arbeitstagen vor Ort auszugehen.

 

Bei der Dokumentation werden die freigelegten Bereiche fotografiert, vorhandene Muster abgepaust und die Farbtöne festgehalten. Wand- und Deckengliederungen werden vermessen und ihre Beziehungen untereinander bestimmt.

 

Die Vergütung für eine solche restauratorische Untersuchung richtet sich demnach nach dem Alter des Gebäudes, der Anzahl der zu erwartetenden Farbfassungen sowie der verwendeten Anstricharten.

Referenzen Befunduntersuchungen
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